Horster Schweiz
In den Herbstferien wollte meine Tochter ihre Freundinnen auf einem Zeltplatz in der Nähe von Leer besuchen. Da kurzfristig noch ein Campingfass frei war, buchte ich es für drei Tage und suchte mir eine passende Tour heraus, um eine weitere „Schweiz“ von meiner Liste abhaken zu können.
Beinahe hätte uns allerdings Covid-19 einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn der Kreis Unna wurde kurz zuvor zum Risikogebiet erklärt. Glücklicherweise trat das Beherbergungsverbot in Niedersachsen erst einen Tag nach unserer Anreise in Kraft, sodass wir wie geplant anreisen und unseren Aufenthalt genießen konnten.
Während meine Tochter am zweiten Tag mit ihren Freundinnen unterwegs war, machte ich mich auf den Weg zum Biotop „Horster Schweiz“. Dieses kleine Feuchtbiotop lässt sich in alle Richtungen in weniger als einer halben Stunde durchqueren. Da es in den Tagen zuvor ausgiebig geregnet hatte, fühlte ich mich dort stellenweise fast wie in einem kleinen Regenwald: Die Luft war feucht, von den Bäumen und Sträuchern tropfte es ununterbrochen, und der Boden war völlig durchnässt.
Entlang der Wege informieren mehrere Schautafeln über das Biotop. Zusätzlich sorgen Quiztafeln für Kinder dafür, dass ein Rundgang auch für Familien abwechslungsreich bleibt. Fast auf Schritt und Tritt waren verschiedene Vogelstimmen zu hören, und immer wieder huschten Vögel durch die Bäume.
Das Biotop ist von zahlreichen kleinen Hügeln geprägt, und überall liegen umgestürzte Baumstämme und Äste, die der Landschaft einen besonders urigen und natürlichen Charakter verleihen. Für mich hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt – auch wenn diese „Schweiz“ zu den kleineren ihrer Art gehört.
